Im Studio Context werden Ideen und Konzepte ins Dingliche übersetzt. Im Zentrum steht die Entwicklung von Form als Ergebnis bewusster und begründbarer Gestaltungsentscheidungen.

Der Fokus liegt auf Design als Praxis. Studierende entwickeln hier ihre eigene gestalterische Haltung, werden herausgefordert, Entscheidungen zu treffen, zu hinterfragen und weiterzuführen. Gestaltung wird nicht als reines Ergebnis verstanden, sondern als Prozess, der sich im Arbeiten selbst formt.

Modelle und Prototypen dienen dabei als Werkzeuge, um Entwürfe zu überprüfen, zu präzisieren und argumentierbar zu machen. So entsteht ein kontinuierlicher Wechsel zwischen Denken und Machen – vom ersten Experiment bis zur ausgearbeiteten Form.

Studio Context bietet dafür die entsprechenden Räume und Möglichkeiten, um Gestaltung praktisch zu entwickeln und iterativ weiterzuführen.

Werkstatt

Die Werkstatt ist der Raum für analoge Fertigung, Konstruktion und unmittelbare Materialerfahrung. Hier wird mit Holz, Kunststoff und Metall gearbeitet, gesägt, gebohrt, geschliffen, gefügt und angepasst. Zur Ausstattung gehören unter anderem Kappsäge, Modellbau-Tischkreissäge, Bandsäge, Bohrmaschinen, Tellerschleifer sowie verschiedene Handwerkzeuge. Ergänzt wird der Bereich durch mobile Geräte wie Akkuschrauber, Stichsäge und Handkreissäge sowie Werkzeuge wie der Shaper als handgeführte CNC-Fräse und der Winkelschleifer. Die Werkstatt ermöglicht ein praktisches Verständnis für Material, Verbindung, Stabilität und Maßlichkeit. Sie ist damit nicht nur Produktionsort, sondern auch ein zentraler Lernraum, in dem Entwurf durch das Arbeiten mit den Händen überprüfbar wird.

CAP LAB

Im CAP Lab werden digitale Entwurfsdaten in physische Modelle und Bauteile übersetzt. Der Raum ist auf computergestützte Fertigung ausgerichtet und ermöglicht präzise, wiederholbare und experimentelle Herstellungsprozesse. Zur Ausstattung gehören zwei Prusa 3D-Drucker (MK3 und MK3S), die u.a. mit PLA und PETG genutzt werden können, ein Lasercutter für zweidimensionale Schnitte in Materialien wie Acrylglas, MDF oder Pappe, eine kleine CNC-Fräse zur Herstellung eigener Platinen sowie ein Plotter zum Schneiden von Klebefolien und grafischen Elementen. Das CAP Lab verbindet digitale Planung mit praktischer Umsetzung und erweitert die Werkstatt um Verfahren, die besonders dort relevant sind, wo Präzision, Reproduzierbarkeit und die enge Verbindung von Gestaltung und Technik gefragt sind.
CAP: Computer Aided Prototyping